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Ich muss zunächst etwas voraus
schicken:
Ich bin in einem Fahrschulhaushalt aufgewachsen, also mit allen Arten
von Fahrzeugen groß
geworden. Dann arbeite ich im Ordnungsamt unserer Verbandgemeinde, bin
auch
zuständig für Verkehrsregelungen, Knöllchen
usw. Das prägt!
Trotzdem muss ich was loswerden:
Ich fahre ja auch gerne schnell, wenn es der
Verkehr und die Straße zulassen. Was ich aber in letzter Zeit
erlebe, geht auf
keine Kuhhaut!
Wenn ich als Mopedfahrer auf meinen Hausstrecken schon das Totenhemd
anhabe,
kann was nicht stimmen.
Ich denke, 130 km/h auf einer kurvigen Landstraße sind schon
ganz ordentlich;
ich erlebe es aber immer wieder, dass selbst da noch einige
(nö, eigentlich
sind es mehr als "einige") Hirnis noch meinen, mit 180 - 200 km/h
vorbeiziehen zu müssen.
Man könnte mir jetzt vorwerfen "bist ja bloß
neidisch, weil deine Mühle
so lahm ist", das trifft es aber nicht.
Irgendwann überholt mich so ein Depp nicht, sondern kommt mir
auf meiner Seite
entgegen geflogen. Dann hat es sich was mit lustig.
Ich bin schon zu genügend vielen Unfällen
hinzugekommen. Es ist einfach was
anderes, die Sonntagsfahrer zu verblasen, als mit gebrochenen
Gräten auf den
Hubschrauber zu warten. (Wenn man das noch mitkriegt)
Ich kann das einfach nicht verstehen. Sicher ist es toll, ein flottes
Gerät zu
fahren, aber deswegen muss ich doch nicht meine und anderer Leute
Knochen
riskieren.
Woran liegt das denn?
Wenn ich so die Daten einer Hayabusa betrachte,
dann hat die ungefähr das
gleiche Leistungsgewicht, wie ein Formel-1-Auto.
Im Unterschied zu einem Moped kostet so ein
Fahrzeug Millionen, man
braucht eine Rennlizenz und es wird auf
abgesperrten Strecken bewegt. Der Pilot
ist ein absoluter Spezialist, der nicht anderes macht.
Die "Möchte-gern-Cecottos" glauben
scheinbar, sie könnten mit 10.000.-- €, ein
paar Umbauten und genügend Skrupellosigkeit die gleichen
Leistungen bringen.
Das zeigt doch nur, wie hohl die sind.
Deswegen bin ich auch für strikte Kontrollen
gefährdeter Strecken. Es ist ja
nur im eigenen Interesse:
Ich habe erlebt, wie das Elmsteiner Tal gesperrt
wurde und jetzt diskutiert man
das auch für die B 48 bei Johanniskreuz. Ich habe keine Lust,
nur noch Umwege
zu fahren, weil immer mehr Strecken für Mopeds gesperrt werden.
Es ist dann wie überall in Deutschland: Weil einige meinen,
Ihnen gehört die
Welt, müssen andere darunter leiden.
Vielleicht könnt Ihr Euch diesen Gedanken im Hinterkopf
bewahren, wenn sich
solche Typen vor Euch mit Ihren "Heldentaten" brüsten
Ich möchte nicht unfair sein: Ihr könnt Euch im
Bereich
der B 48 auf verschärfte Fahrzeug- und Radarkontrollen
einstellen.
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